Minimalismus im Herbst

10 Dinge, die du im Herbst ganz einfach ausmisten kannst.

Bei meinem Morgenspaziergang konnte ich heute seit langem wieder mal etwas Sonne tanken und die Vielfalt an bunten Farben bestaunen, die schön langsam den Herbst einläuten. Jedes Jahr unterzieht sich die Natur einer Reinigung. Die Bäume werfen ihre Blätter ab, Pflanzen verwelken, um im nächsten Jahr wieder neu geboren zu werden. Die Natur zieht sich zurück und macht Platz, um sich im Frühjahr wieder neu zu erschaffen.

Loslassen im Herbst

Im Feng Shui wird der Herbst dem Element Metall zugeordnet. Die Metall Energie steht für Klarheit und Struktur und symbolisiert eine Zeit des Abschieds und des Loslassens.

Der Herbst ist deshalb, wie ich finde, die beste Zeit, um auch in deinen Räumen Platz zu schaffen und auszumisten. Platz zu schaffen für dich und deine Träume, für mehr Energie und mehr Wohlfühlen in deinem Zuhause.

Du wirst merken, dass es dir speziell zu dieser Jahreszeit auch viel leichter fällt, dich von Dingen zu trennen. Also warte nicht auf den Frühjahrsputz, sondern geh schon jetzt für dich und deine Räume los.

Element Metall im Herbst

Diese 10 Dinge kannst du jetzt im Herbst ganz einfach ausmisten:

1. Badesachen

Auch wenn du sie im Winter vielleicht noch vereinzelt brauchen wirst, sind die Zeiten, wo wir unseren Bikini fast täglich tragen, vorbei. Deshalb ist nun ein guter Zeitpunkt, um auf deine Badebekleidung und Badetücher einen kritischen Blick zu werfen. Sind sie kaputt oder von der Sonne schon spröde und ausgebleicht? Dann darfst du sie jetzt entsorgen.

Wenn mein Bikini ersetzt werden soll, oder ich ein neues Badetuch brauche, dann vermerke ich mir das gleich auf meiner Shoppingliste fürs Frühjahr. Es fällt mir leichter, den Verlockungen der Frühjahrsmode zu entkommen, wenn ich mir gezielt nur das nachkaufe, was fehlt.  

2. Sommerkleidung

Mit der kälteren Jahreszeit dürfen auch unsere Sommerkleider ein Stück weiter im Kasten nach hinten rutschen. Ich habe mir für den Herbst wieder meine 33 Lieblingsteile rausgesucht, die ich die nächsten Monate tragen möchte (Warum genau 33, das kannst du in meinem Artikel zum Projekt 333 nachlesen). Der Rest wartet in einem eigenen Schrankteil und in Kisten auf seinen Einsatz.
Die Kleidung zum Wechsel einer Jahreszeit zu tauschen, ist die beste Gelegenheit um auch gleich auszumisten und ebenso wieder einen gute Möglichkeit um Kleidungsstücke, die du neu anschaffen möchtest, auf deine Shoppingliste zu setzen.

3. Sommerschuhe

Hast du Sandalen, wo die Riemen ausgeleiert sind oder Sneakers, die schon bessere Tage gesehen haben. Auch hier bietet sich der Saisonwechsel optimal dafür an, alle deine Sommerschuhe nochmal rauszuholen, zu reinigen und die gehen zu lassen, die kaputt sind oder die du vielleicht auch gar nicht getragen hast.
Gut erhaltene Schuhe lassen sich oft noch verkaufen oder du gibst sie zum nächsten Flohmarkt oder einer Spendensammelstelle.

4. Zeitschriften

Ich liebe Zeitschriften und Bücher und mag sie noch immer am liebsten physisch in Händen halten. Zeitschriften (am liebsten Wohn- und Gartenmagazine) kaufe ich mir aus Gründen der Nachhaltigkeit, aber nur als Urlaubslektüre.
Bist du auch so ein Zeitschriften Fan? Dann ist der Herbstbeginn eine gute Gelegenheit, sich von einigen dieser Magazine zu trennen. Frag mal in deiner örtlichen Bücherei nach. Auch die verleihen oft Zeitschriften und freuen sich über Spenden.

5. Reisegepäck

Bevor du deine Reisetaschen und Koffer verstaust, kontrolliere auch diese mal durch. Brauchst du alle diese Taschen? Verwendest du sie regelmäßig und sind sie noch in Ordnung? Könnte die Sporttasche vielleicht auch als Bade- oder Reisetasche genutzt werden? Macht für deine Reisen vielleicht ein erweiterbarer Rucksack mehr Sinn als der große Koffer?

Gerade Koffer brauchen enorm viel Platz beim Verstauen. Deshalb lohnt es sich auch hier, seine Reisegewohnheiten mal zu überdenken und zu schauen, was man wirklich braucht und nutzt.

6. Mitbringsel aus dem Urlaub

Hast du auch schon mal etwas aus dem Urlaub mitgebracht, das dir dort mega gut gefallen hat und zuhause hast du dich gefragt warum eigentlich? Früher bin ich oft in die Urlaubsfalle getappt.
Der Wein, der unglaublich gut schmeckt. Das luftige, bunte Sommerkleid vom Verkäufer am Stand. Zuhause gekostet schmeckte der Wein, ohne die sanfte Brise Sommerwind vom Meer, dann einfach nur mehr nach einem durchschnittlichen Wein und das Kleid war schlichtweg zu luftig für unsere Sommerabende und zu kurz fürs Büro.

Manchmal sind es aber auch gerade Urlaubmitbringsel,
wie die Muschel vom Strand, die uns an die schönen Momente erinnern sollen.

Es spricht also nichts dagegen diese aufzubehalten, wenn du sie schön findest und sie ein positives Gefühl in dir hervorrufen. Nehmen die Dinge aber über Hand oder verstauben sie in einer Schublade, dann ist es Zeit sie gehen zu lassen.

7. Urlaubsfotos am Handy

Kennst du sie auch noch, diese Zeiten, wo man voller Vorfreude im Fotoladen an der Kassa stand, um seine Urlaubsfotos erstmals in Empfang zu nehmen? Wo man es sich gut überlegte, ob es das Motiv jetzt wert ist abzudrücken, da die Filmrolle mit 24 Fotos begrenzt war?

Urlaubsfoto Sonnenuntergang

Heute drückt man beim selben Motiv mehrfach ab, weils bestenfalls Speicherplatz kostet. Nach dem Urlaub fristen die Fotos dann oft ein einsames Dasein auf unserem Handy. Sie stören dort ja nicht, aber rausgeholt werden sie auch oft nicht mehr.

Ich habe mir angewöhnt, schon während des Urlaubs doppelte und „schlechte“ Fotos zu löschen und nehme mir mindestens einmal im Jahr Zeit, um die Fotos von meinem Handy auf den PC herunterzuladen. Eine schöne Idee finde ich es auch jedes Jahr in einem Fotobuch festzuhalten.
Vielleicht ist jetzt im Herbst auch für dich ein guter Zeitpunkt, um deine Urlaubsfotos am Handy auszumisten und runterzuladen.

8. Sonnencreme

Besonders bei Sonnencreme solltest du darauf achten, das Haltbarkeitsdatum (angegeben in Monaten nach dem Öffnen) nicht zu überschreiten. Sonnencremes verlieren ihre Wirkung, sobald sie zu lange offen sind.
Um sicher wieder in den nächsten Sommer zu starten, solltest du die Sonnencreme also in der aktuellen Saison aufbrauchen oder entsorgen.

Gerade Sonnencremes enthalten oft Wirkstoffe und Mikroplastik, die unsere Haut und das Gleichgewicht unserer Gewässer und deren Bewohner schädigen. Achte also besonders beim Sonnenschutz darauf, welche Inhaltsstoffe deine Creme enthält. In dem Artikel „Giftiger Schutz“ auf der Website von GEO findest du ein paar Infos zur Auswirkung von Sonnencreme auf unsere Meere.

9. Pflanzenübertöpfe

Die Gartensaison neigt sich dem Ende zu. Blumen sind verblüht und das Topfgemüse abgeerntet. Bevor du deine Übertöpfe reinigst und verstaust, bietet sich eine kleine Inventur an. Hol mal alle Übertöpfe hervor.

Kontrolliere sie und überlege, wie viel davon du wirklich brauchst. Die aussortierten noch intakten Übertöpfe kannst du zum nächsten Flohmarkt geben oder für den Pflanzenmarkt im Frühjahr aufheben.

10. Ich muss

Bei meinem letzten Punkt handelt es sich um kein Ding, sondern vielmehr um ein Wort, das du aussortieren darfst – nämlich das Wort MUSS. Beobachte dich mal selbst. Wie oft verwendest du „ich muss“ und welches Gefühl erzeugt es in dir? Wenn du ehrlich bist, was musst du wirklich? Oder ist es nicht vielmehr so, dass du etwas willst?

Wie viel entspannter wäre es also,
etwas zu WOLLEN anstatt zu MÜSSEN.

Wollen klingt nach Freiwilligkeit, nach bewusster Entscheidung. Müssen nach Druck, Zwang und Verpflichtung. Ersetze in den nächsten Wochen einfach mal „ich muss“ durch „ich will“ und beobachte, was es mit dir macht.

Und nun kanns los gehen.

Hast du noch etwas, das du im Herbst aussortieren willst und wie geht es dir dabei? Hinterlass mir gerne ein Kommentar. Ich freu mich von dir zu lesen.

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