Natürlicher Minimalismus

Minimalismus im Herbst

10 Dinge, die du im Herbst ganz einfach ausmisten kannst.

Bei meinem Morgenspaziergang konnte ich heute seit langem wieder mal etwas Sonne tanken und die Vielfalt an bunten Farben bestaunen, die schön langsam den Herbst einläuten. Jedes Jahr unterzieht sich die Natur einer Reinigung. Die Bäume werfen ihre Blätter ab, Pflanzen verwelken, um im nächsten Jahr wieder neu geboren zu werden. Die Natur zieht sich zurück und macht Platz, um sich im Frühjahr wieder neu zu erschaffen.

Loslassen im Herbst

Im Feng Shui wird der Herbst dem Element Metall zugeordnet. Die Metall Energie steht für Klarheit und Struktur und symbolisiert eine Zeit des Abschieds und des Loslassens.

Der Herbst ist deshalb, wie ich finde, die beste Zeit, um auch in deinen Räumen Platz zu schaffen und auszumisten. Platz zu schaffen für dich und deine Träume, für mehr Energie und mehr Wohlfühlen in deinem Zuhause.

Du wirst merken, dass es dir speziell zu dieser Jahreszeit auch viel leichter fällt, dich von Dingen zu trennen. Also warte nicht auf den Frühjahrsputz, sondern geh schon jetzt für dich und deine Räume los.

Element Metall im Herbst

Diese 10 Dinge kannst du jetzt im Herbst ganz einfach ausmisten:

1. Badesachen

Auch wenn du sie im Winter vielleicht noch vereinzelt brauchen wirst, sind die Zeiten, wo wir unseren Bikini fast täglich tragen, vorbei. Deshalb ist nun ein guter Zeitpunkt, um auf deine Badebekleidung und Badetücher einen kritischen Blick zu werfen. Sind sie kaputt oder von der Sonne schon spröde und ausgebleicht? Dann darfst du sie jetzt entsorgen.

Wenn mein Bikini ersetzt werden soll, oder ich ein neues Badetuch brauche, dann vermerke ich mir das gleich auf meiner Shoppingliste fürs Frühjahr. Es fällt mir leichter, den Verlockungen der Frühjahrsmode zu entkommen, wenn ich mir gezielt nur das nachkaufe, was fehlt.  

2. Sommerkleidung

Mit der kälteren Jahreszeit dürfen auch unsere Sommerkleider ein Stück weiter im Kasten nach hinten rutschen. Ich habe mir für den Herbst wieder meine 33 Lieblingsteile rausgesucht, die ich die nächsten Monate tragen möchte (Warum genau 33, das kannst du in meinem Artikel zum Projekt 333 nachlesen). Der Rest wartet in einem eigenen Schrankteil und in Kisten auf seinen Einsatz.
Die Kleidung zum Wechsel einer Jahreszeit zu tauschen, ist die beste Gelegenheit um auch gleich auszumisten und ebenso wieder einen gute Möglichkeit um Kleidungsstücke, die du neu anschaffen möchtest, auf deine Shoppingliste zu setzen.

3. Sommerschuhe

Hast du Sandalen, wo die Riemen ausgeleiert sind oder Sneakers, die schon bessere Tage gesehen haben. Auch hier bietet sich der Saisonwechsel optimal dafür an, alle deine Sommerschuhe nochmal rauszuholen, zu reinigen und die gehen zu lassen, die kaputt sind oder die du vielleicht auch gar nicht getragen hast.
Gut erhaltene Schuhe lassen sich oft noch verkaufen oder du gibst sie zum nächsten Flohmarkt oder einer Spendensammelstelle.

4. Zeitschriften

Ich liebe Zeitschriften und Bücher und mag sie noch immer am liebsten physisch in Händen halten. Zeitschriften (am liebsten Wohn- und Gartenmagazine) kaufe ich mir aus Gründen der Nachhaltigkeit, aber nur als Urlaubslektüre.
Bist du auch so ein Zeitschriften Fan? Dann ist der Herbstbeginn eine gute Gelegenheit, sich von einigen dieser Magazine zu trennen. Frag mal in deiner örtlichen Bücherei nach. Auch die verleihen oft Zeitschriften und freuen sich über Spenden.

5. Reisegepäck

Bevor du deine Reisetaschen und Koffer verstaust, kontrolliere auch diese mal durch. Brauchst du alle diese Taschen? Verwendest du sie regelmäßig und sind sie noch in Ordnung? Könnte die Sporttasche vielleicht auch als Bade- oder Reisetasche genutzt werden? Macht für deine Reisen vielleicht ein erweiterbarer Rucksack mehr Sinn als der große Koffer?

Gerade Koffer brauchen enorm viel Platz beim Verstauen. Deshalb lohnt es sich auch hier, seine Reisegewohnheiten mal zu überdenken und zu schauen, was man wirklich braucht und nutzt.

6. Mitbringsel aus dem Urlaub

Hast du auch schon mal etwas aus dem Urlaub mitgebracht, das dir dort mega gut gefallen hat und zuhause hast du dich gefragt warum eigentlich? Früher bin ich oft in die Urlaubsfalle getappt.
Der Wein, der unglaublich gut schmeckt. Das luftige, bunte Sommerkleid vom Verkäufer am Stand. Zuhause gekostet schmeckte der Wein, ohne die sanfte Brise Sommerwind vom Meer, dann einfach nur mehr nach einem durchschnittlichen Wein und das Kleid war schlichtweg zu luftig für unsere Sommerabende und zu kurz fürs Büro.

Manchmal sind es aber auch gerade Urlaubmitbringsel,
wie die Muschel vom Strand, die uns an die schönen Momente erinnern sollen.

Es spricht also nichts dagegen diese aufzubehalten, wenn du sie schön findest und sie ein positives Gefühl in dir hervorrufen. Nehmen die Dinge aber über Hand oder verstauben sie in einer Schublade, dann ist es Zeit sie gehen zu lassen.

7. Urlaubsfotos am Handy

Kennst du sie auch noch, diese Zeiten, wo man voller Vorfreude im Fotoladen an der Kassa stand, um seine Urlaubsfotos erstmals in Empfang zu nehmen? Wo man es sich gut überlegte, ob es das Motiv jetzt wert ist abzudrücken, da die Filmrolle mit 24 Fotos begrenzt war?

Urlaubsfoto Sonnenuntergang

Heute drückt man beim selben Motiv mehrfach ab, weils bestenfalls Speicherplatz kostet. Nach dem Urlaub fristen die Fotos dann oft ein einsames Dasein auf unserem Handy. Sie stören dort ja nicht, aber rausgeholt werden sie auch oft nicht mehr.

Ich habe mir angewöhnt, schon während des Urlaubs doppelte und „schlechte“ Fotos zu löschen und nehme mir mindestens einmal im Jahr Zeit, um die Fotos von meinem Handy auf den PC herunterzuladen. Eine schöne Idee finde ich es auch jedes Jahr in einem Fotobuch festzuhalten.
Vielleicht ist jetzt im Herbst auch für dich ein guter Zeitpunkt, um deine Urlaubsfotos am Handy auszumisten und runterzuladen.

8. Sonnencreme

Besonders bei Sonnencreme solltest du darauf achten, das Haltbarkeitsdatum (angegeben in Monaten nach dem Öffnen) nicht zu überschreiten. Sonnencremes verlieren ihre Wirkung, sobald sie zu lange offen sind.
Um sicher wieder in den nächsten Sommer zu starten, solltest du die Sonnencreme also in der aktuellen Saison aufbrauchen oder entsorgen.

Gerade Sonnencremes enthalten oft Wirkstoffe und Mikroplastik, die unsere Haut und das Gleichgewicht unserer Gewässer und deren Bewohner schädigen. Achte also besonders beim Sonnenschutz darauf, welche Inhaltsstoffe deine Creme enthält. In dem Artikel „Giftiger Schutz“ auf der Website von GEO findest du ein paar Infos zur Auswirkung von Sonnencreme auf unsere Meere.

9. Pflanzenübertöpfe

Die Gartensaison neigt sich dem Ende zu. Blumen sind verblüht und das Topfgemüse abgeerntet. Bevor du deine Übertöpfe reinigst und verstaust, bietet sich eine kleine Inventur an. Hol mal alle Übertöpfe hervor.

Kontrolliere sie und überlege, wie viel davon du wirklich brauchst. Die aussortierten noch intakten Übertöpfe kannst du zum nächsten Flohmarkt geben oder für den Pflanzenmarkt im Frühjahr aufheben.

10. Ich muss

Bei meinem letzten Punkt handelt es sich um kein Ding, sondern vielmehr um ein Wort, das du aussortieren darfst – nämlich das Wort MUSS. Beobachte dich mal selbst. Wie oft verwendest du „ich muss“ und welches Gefühl erzeugt es in dir? Wenn du ehrlich bist, was musst du wirklich? Oder ist es nicht vielmehr so, dass du etwas willst?

Wie viel entspannter wäre es also,
etwas zu WOLLEN anstatt zu MÜSSEN.

Wollen klingt nach Freiwilligkeit, nach bewusster Entscheidung. Müssen nach Druck, Zwang und Verpflichtung. Ersetze in den nächsten Wochen einfach mal „ich muss“ durch „ich will“ und beobachte, was es mit dir macht.

Und nun kanns los gehen.

Hast du noch etwas, das du im Herbst aussortieren willst und wie geht es dir dabei? Hinterlass mir gerne ein Kommentar. Ich freu mich von dir zu lesen.

Projekt 333 mein Erfahrungsbericht

Projekt 333 – meine Erfahrungen und warum ich gescheitert bin

Ich hatte meine Kleidung bereits vor Jahren reduziert, und doch stand ich immer wieder vor meinem Kleiderschrank und wusste nicht, was ich anziehen soll.
Es lag nicht daran, dass ich keine Lieblingsteile hatte und schon gar nicht daran, dass mein Schrank super leer war, sondern ich hatte schlichtweg noch immer keinen Überblick über meine Kleidungsstücke.

Nachdem ich mich immer wieder mal bewusst frage, wies leicht gehen kann und mich seit einiger Zeit ein Thema, auf dass ich zufällig in einem Buch gestoßen bin, nicht mehr los lies, startete ich für mich im Mai das Projekt 333.

Was dieses Projekt auf sich hat, wie ich gestartet (und auch gescheitert bin ;)) und warum ich es trotzdem beibehalte, erzähle ich euch in diesem Blogbeitrag.

Projekt 333 – die offiziellen Spielregeln

Beim Projekt 333 (oder im Original Project 333) handelt es sich um eine Fashion-Challenge, die von der US-Amerikanerin Courtney Carver ins Leben gerufen wurde. Bei dieser Challenge geht es darum, sich für 3 Monate auf ausschließlich 33 Kleidungsstücke (inklusive Schuhe, Taschen und Accessoires) zu beschränken.

Das bedeutet, du wählst 33 Teile aus, die sich untereinander gut kombinieren lassen und auf die du dich die nächsten 3 Monate beschränkst. Zu den 33 Teilen zählen ebenso Schuhe, Taschen, Jacken und Accessoires, also alles was du im Alltag, wenn du nach draußen gehst so trägst. Außen vor ist dabei Unterwäsche, Schlafkleidung und Sportbekleidung.

Die restliche Kleidung verstaust du in Boxen oder in einem separaten Teil deines Kleiderschranks. Also am besten so, dass du sie nicht siehst.

Alle 3 Monate wählst du dann wieder, je nach Saison, neue 33 Teile aus. Der Vorteil dabei ist, dass du dich nicht von den Kleidungsstücken trennen musst. Du legst sie lediglich für einen gewissen Zeitraum zur Seite.

So hab ich die Challenge für mich ausgelegt und daran bin ich gescheitert

Ich gestehe gleich mal vorweg, ich hab die Challenge in ihrer ursprünglichen Form nicht geschafft. Wollte ich so aber auch gar nicht.
Mein Anspruch war es ja, es mir leicht zu machen und 33 Teile inklusive Schuhe, Taschen und Accessoires fühlte sich für mich nicht nach Leichtigkeit an.

Deshalb hab ich mich bei den 33 Teilen ausschließlich auf Kleidungsstücke (inklusive Jacken) beschränkt und diese Anfang Juli, also bereits nach zwei Monaten, auf die Sommersaison gewechselt.

Und so hat meine erste Auswahl für Mai und Juni ausgesehen

Projekt 333 meine Auswahl

So bin ich gestartet

Wie beim Ausmisten, habe ich zuerst alle meine Kleidungsstücke aus dem Schrank genommen und nach Kategorien (T-Shirt, Kleider, Röcke, Pulli, …) sortiert. Aus jeder Kategorie habe ich dann, der Saison entsprechend meine Lieblingsstücke ausgewählt. Im zweiten Schritt habe ich dann überlegt, wie ich sie gut untereinander kombinieren kann und noch fehlende Teile ergänzt.
Dabei kam mir zugute, dass ich mich seit einiger Zeit mit dem Thema Capsule Wardrobe (also einer Garderobe, die sich durch abgestimmte Basicteile gut kombinieren lässt) beschäftige.

Nachdem ich diese Auswahl getroffen hatte, waren es genau 2 Teile zuviel, um die ich nun nochmal reduzieren musste. Alle restlichen Teile sind in den zweiten Teil meines Kleiderschranks und ins oberste Fach gewandert oder wurden bei der Gelegenheit aussortiert.

Die Teile die bleiben durften, hängen jetzt Großteils auf einheitlichen Kleiderbügeln. Das gibt nochmal einen besseren Überblick und erleichtert das Rausnehmen und wieder Reingeben in den Schrank.

Nach dem ersten Testlauf in den Monaten Mai und Juni hab ich für die kommenden drei Monate meine Garderobe um ein paar Sommerkleider ergänzt und wärmere Kleidungsstücke zurückgelegt.

Mein Fazit nach drei Monaten Projekt 333

Ich hatte noch nie so viel Leichtigkeit und auch Freude bei der Kleiderauswahl und kann euch das Projekt 333 – in welcher Form auch immer ihr es für euch gestalten wollt – nur empfehlen.
Es ist so ein tolles Gefühl am Morgen seinen Kleiderschrank zu öffnen und genau nur seine Lieblingsteile zu sehen und auch zu tragen. Diese „Vielleicht“ Teile, die wir aus schlechtem Gewissen behalten, weil sie Geld gekostet haben oder wir sie irgendwann wieder brauchen könnten, fallen damit automatisch weg. Es fällt in der Folge auch viel leichter, sich von diesen Teilen zu trennen, da sie ohnehin kaum Chance haben in die beschränkte Auswahl aufgenommen zu werden.

Ich werde dieses System auf jeden Fall für mich beibehalten. Ob es zukünftig immer exakt nur 33 Teile sein werden, kann ich nicht sagen. Den riesen Vorteil sehe ich in jedem Fall in einer stark eingeschränkten Garderobe, die einem einen guten Überblick gibt und nur Lieblings- und viele Basicteile enthält. Und für den Start find ichs auch ganz reizvoll eine Obergrenze zu haben und nach drei Monaten wieder zu wechseln.

Aus diesen Gründen werde ich das Projekt 333 (in meiner Variante) für mich beibehalten

  • Ich habe zu jeder Zeit einen tollen Überblick über meine Kleidungsstücke
  • Die Entscheidung was ich heute anziehe, fällt mir super leicht
  • Die Teile, die ich ausgewählt habe, lassen sich großteils untereinander kombinieren
  • Ich hab dadurch bereits neue Kombis und Stylings entdeckt
  • Ich hatte die letzten 3 Monate nicht das Bedürfnis neue Kleidung zu brauchen (und das gabs bisher noch nie ;))
  • Zeitersparnis, da ich nicht (online) shoppen war und wenig Zeit vorm Kleiderschrank verbracht habe.
  • Ich habe viel schneller und auch eindeutiger gemerkt, was ich wirklich gern trage und zu mir passt
  • Das regelmäßige Ausmisten nicht getragener Kleidungsstücke geht so nebenbei mit
  • Ich bin allgemein viel zufriedener mit meiner Garderobe, weil ich durch die Beschränkung auf 33 Teile wirklich nur Lieblingsteile trage.

Wie geht’s dir mit deiner Garderobe und hast du dich auch schon mal an einer Fashion oder Minimalismus Challenge versucht? Erzähl mir gerne mehr drüber in den Kommentaren.

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Ordnung und Feng Shui

Die 8 größten Mythen rund um das Thema Ordnung und Feng Shui

Ordnung und Feng Shui klingen aufs Erste nicht gerade wie angesagte Trends, eher wie überholte Themen von gestern. Wer kann schon von sich behaupten, dass er gerne Zeit mit Ordnung halten verbringt und mit dem Thema Feng Shui verbinden viele eine angestaubte Lehre aus den 90ern.

Deshalb hab ich mich mit einer lieben Kollegin aus dem Ordnungscoaching, Andrea Auer, zusammengetan um mit den gängigsten Mythen, die sich um diese Themen ranken aufzuräumen. Wir möchten zeigen, wie Ordnung und Feng Shui zusammenhängen und warum sie in der heutigen Zeit aktueller denn je sind.

Unser modernes Leben wird immer stressiger, immer schneller. Unser Terminkalender quillt über, wir hinken den Aufgaben in Job und Haushalt ständig hinterher und bleibt dann mal eine ruhige Minute für uns auf der Couch, dann gibt es immer noch diese leise anklagende Stimme in uns, die sagt: “Ja eigentlich solltest du jetzt lieber noch schnell zusammenräumen und sauber machen …”. Kennst du das auch?

Eine gewisse Grundordnung in den Räumen erspart dir zwar nicht den täglichen Aufräummarathon, er ist allerdings viel schneller erledigt und du verbringst dann weniger Zeit damit, nach Dingen zu suchen. Diese Grundordnung ist auch Voraussetzung dafür, dass Feng Shui seine Wirkung in deinen Räumen optimal entfalten kann und um sie zu Wohlfühlorten zu machen, in denen man auch ohne anklagende Blicke von vernachlässigten Gegenständen, die Seele baumeln lassen kann.

Also, dann lass uns mal loslegen. Dies sind die Aussagen, die uns am häufigsten zu unseren Themen begegnen:

Mythos #1: An Feng Shui muss man glauben, damit es wirkt

Carmen:
Feng Shui sei nur etwas für esoterische Menschen und man muss daran glauben, damit es wirkt, ist der Mythos, der mir am häufigsten begegnet.
Was viele nicht wissen ist, dass es sich bei Feng Shui um eine Erfahrungswissenschaft handelt, die sich durch jahrhundertelange Beobachtung der Natur entwickelt hat. Feng Shui basiert also auf wissenschaftlichen Prinzipien und wurde über viele Jahrtausende weiterentwickelt und immer wieder angepasst.

Bei Feng Shui geht es also darum, mit oft ganz einfachen Tricks, zum Beispiel dem Schaffen von Platz und Ausmisten, oder dem Verrücken von Möbel zu mehr Wohlbefinden in unseren Räumen beizutragen.
Vieles spüren wir sogar intuitiv. Der begehrteste Tisch in einem Restaurant ist zum Beispiel immer der in einer gemütlichen und geschützten Ecke und niemals der in der Mitte. Wir fühlen uns also an bestimmten Plätzen wohl und an anderen wieder nicht, die Erklärung dazu liefert Feng Shui.

In der heutigen Zeit ist es modern, in Seminaren und Coachings seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Wir vergessen dabei aber oft, dass wir auch in starker Resonanz mit unserem Umfeld, also auch unseren Wohnräumen sind. So ist es ungleich schwerer sich in seiner “alten” Umgebung weiter zu entwickeln. Bei einer Feng Shui Beratung ist es das Ziel neue Verbindungen zwischen den Menschen und ihren Räumen herzustellen und diese so zu gestalten, dass sie uns positiv beeinflussen und unterstützen.

Mythos #2: Ich bin einfach kein ordentlicher Typ

Andrea:
Bei meinem ersten Besuch bei Kunden bekomme ich oft zu hören: „Ich war schon immer unordentlich“, „Ich bin halt ein Chaot“ oder „Meine Kinder sagen: du bist ja ein Messie“ …

Diese unbewussten Glaubenssätze sind oft schon seit Jahrzehnten festgefahren und hindern uns daran die Ordnung in unserem Wohnbereich zu haben, die wir uns eigentlich wünschen. Mit der richtigen Grundordnung und ein paar regelmäßigen Routinearbeiten, kann jedoch jeder, der das möchte, seine eigene Wohlfühlordnung finden und auch beibehalten.

Mythos #3: Eine Feng Shui Beratung macht nur bei einem Neubau Sinn

Carmen:
Mir begegnet immer wieder mal die Meinung, dass eine Feng Shui Beratung nur bei einem Neubau Sinn macht. In einem bestehenden Haus will man ja keine Türen versetzen und Fenster raus reißen.

Muss man auch nicht! Genau dies ist ja auch die Aufgabe einer guten Feng Shui Beratung: aus dem was das ist, das optimale Ergebnis für den Kunden rauszuholen, abgestimmt auf seinen Wohnstil. Es gibt immer eine Lösung, die sich auch ohne das Versetzen von Türen und Fenstern umsetzen lässt. Und ja klar, bei einem Neubau kann man schon von Beginn an die zahlreichen Möglichkeiten von Feng Shui optimal einfließen lassen, aber auch in fertigen Räumen ist Vieles möglich.

Mythos #4: Ordnung bedeutet oberflächliches Zusammenräumen und alles unsichtbar zu verstauen

Andrea:
Eigentlich sieht die Wohnung ja ganz ordentlich aus, aber man verbringt trotzdem immer wieder Stunden mit Suchen von Dingen. Der alte Ordnungsgrundsatz: jedes Ding braucht seinen fixen Platz, hat auch über die Jahre seine Bedeutung nicht verloren.

Die richtige Grundordnung hilft dabei, alles schnell wieder am richtigen Platz zu verstauen und man ist nicht versucht, wenn sich plötzlich Besuch angesagt hat, alles in einen großen Korb zu werfen und diesen dann „vorerst mal“ in der Abstellkammer zu verstauen.

Minimalistische Ordnung

Mythos #5: Ordnung und Kinder, das geht nicht zusammen

Andrea:
Natürlich ist die Zeit, wenn kleinere Kinder die Welt entdecken und jede erreichbare Lade ausräumen für die Eltern eine große Herausforderung in Sachen Ordnung. Trotzdem sollte man schon von klein auf eine tägliche Ordnungsroutine einführen.

Am besten immer zur selben Zeit mit den Eltern gemeinsam, mit Spaß und nicht als Bestrafung aufräumen, legt den Grundstein für aufgeräumtes Leben. Dann kann man auch dem pubertären Chaos gelassener begegnen und langfristig auf die früh erlernten Ordnungsfähigkeiten vertrauen.

Mythos #6: Feng Shui ist nichts für moderne Häuser

Carmen:
Wer will schon in jeder Ecke kitschige asiatische Figuren stehen haben oder Spiegelaufkleber auf schicken Türen?
Immer wieder begegnen mir Menschen, die nach einer Feng Shui Beratung verzweifeln, weil sie sich mit den Figürchen, Symbolen und Maßnahmen nicht identifizieren können.

Nein, das ist für mich nicht Feng Shui!

Richtig gutes Feng Shui harmonisiert die Räume ohne sichtbar zu sein und fügt sich ganz in den jeweiligen Wohnstil ein. Bei einer Feng Shui Beratung geht es darum, Räume zu Wohlfühlräumen zu machen und richtig wohl fühlt man sich in einer Umgebung, die in erster Linie einem selbst gefällt. Deshalb ist Feng Shui für jeden Wohnstil geeignet und fügt sich auch in modernen Gebäuden kraftvoll aber unbemerkt ein. 

Mythos #7: Ich werde es bereuen, wenn ich etwas weggebe

Carmen:
Oft fällt es uns schwer Dinge wegzugeben, weil wir denken, sie vielleicht nochmal zu brauchen oder weil wir sie mit einer bestimmten Erinnerung verbinden. Die Angst etwas vielleicht doch nochmal zu brauchen, lässt uns Dinge behalten und verhindert dadurch, dass wir unseren Fokus auf die Zukunft ausrichten und darauf vertrauen, dass alles was wir brauchen auch zur richtigen Zeit wieder zu uns kommt.

Frischer Wind und Bewegung kommt dann wieder in unser Leben, wenn wir Dinge loslassen, die uns in der Vergangenheit halten. Und das kann auch die Jeans sein, bei der wir seit Jahren hoffen, dass wir irgendwann mal wieder rein passen. Eine hilfreiche Frage beim Loslassen kann sein, sich zu fragen ob man dieses Ding heute so wieder kaufen würde. Wenn nein, dann weg mit damit.

Mythos #8: Dauerhaft Ordnung halten ist mühsam und zeitaufwändig

Andrea:
Ist erst einmal alles Unnötige aussortiert und alles an seinem Platz, ist Ordnung halten eigentlich ein Kinderspiel. Aber wie komme ich dahin?
Viele meiner Kunden haben schon jede Menge Bücher zum Thema Ordnung gelesen und alles ausprobiert, was darin so empfohlen wurde. Trotzdem funktionierte es nicht oder nur kurzfristig mit der neuersehnten Ordnung.

Wenn man das Gefühl hat, mit seinem Ordnungsproblem alleine gelassen zu sein, sollte man sich Hilfe von ordnungsbegabten Freunden oder vom professionellen Ordnungsberater holen. Gemeinsam ist es viel einfacher mit ungeliebten Altlasten aufzuräumen und neue Ordnungsstrukturen zu finden. Und dann klappts auch langfristig mit der eigenen Wohlfühlordnung.


Meine Gastautorin Andrea ist Ordnungsberaterin und die Expertin, wenns um die Themen Ausmisten und Ordnung schaffen geht. Schau doch mal auf ihrer Website vorbei: https://www.andrea-auer-ordnungsberatung.at/

Ausmisten wie fange ich an

Ausmisten, wie fange ich an und was ist wichtig zu wissen.

Wusstest du, dass Gegenstände uns direkt und indirekt beeinflussen? Sie lenken uns ab, sie beschäftigen uns, sie kosten Geld und benötigen unsere Zeit. Deshalb ist es so wichtig, sich bereits bevor wir uns einen Gegenstand ins Haus holen, sich darüber Gedanken zu machen, ob wir all dies investieren möchten.
So der Idealfall, klar! In der Realität umgeben wir uns alle mit Dingen, die wir nicht (mehr) brauchen und nicht mögen, die kaputt sind oder schon irgendwo in einer Schublade ihr unbemerktes Dasein fristen.

Werden diese Dinge zu viel, dann erzeugt dies oft Stress, wir fühlen uns unwohl, abgelenkt und laut Studien aus Amerika kann ein Zuviel an Dingen sogar zu gesundheitlichen Problemen führen. Oft spüren wir aber schon viel früher den Wunsch uns von unliebsamen Dingen zu befreien, einfach mal auszumisten.

Was sich so einfach anhört, ist in der Realität oft nicht so einfach. Wir sind überwältigt von der Vielzahl an Dingen und wissen nicht wie wir mit dem Ausmisten anfangen sollen. Ausmisten ist ein Akt, der uns viel Kraft kostet, uns herausfordert, in dem wir Entscheidungen treffen müssen und der uns oft auch emotional berührt.

Deshalb fangen wir oft gar nicht damit an oder hören mitten drin wieder auf.

In diesem Blogartikel hab ich für dich zusammengefasst, wie Ausmisten für dich gelingen kann, wie du am besten mit Ausmisten anfängst und was du als Anfänger dabei beachten solltest.

Warum Ausmisten? Die Vorteile und dein persönliches Warum.

Ausmisten ist kein gemütlicher Spaziergang und Nichts, was man so nebenbei mal machen kann. Deshalb solltest du dir bevor du damit startest, überlegen warum du ausmisten möchtest. Ein starkes Warum lässt dich dranbleiben, auch wenns mal anstrengend und mühsam wird.

Hier eine kleine Auswahl, welche Vorteile Ausmisten für mich persönlich bringt:

  • Ich spare Zeit: mit weniger Dingen bin ich schneller beim Aufräumen und Putzen
  • Entscheidungen fallen leichter: wenn ich vor einer überschaubaren Anzahl an Kleidungsstücken stehe, die mir alle noch gut gefallen und auch passen, fällt es mir wesentlich leichter mich zu entscheiden.
  • Ich spare Geld, weil ich keins für neue Stauraummöglichkeiten ausgeben muss und bewusster konsumiere.
  • Ich kann mich besser entspannen und auch konzentrieren, wenn ich in einem aufgeräumten Raum bin.
  • Es macht mir Freude
  • Meine Räume können atmen und die Energie kommt wieder ins Fließen

Wie fängst du mit dem Ausmisten an – Vorbereitung und Planung

Bevor du startest solltest du dir zu folgenden zwei Punkten Gedanken machen:

  • Wie lange gebe ich mir Zeit dafür?
    Ein fester Zeitrahmen setzt einen Endpunkt und der ist wiederum wichtig, damit du Aufgaben abschließen und dran bleiben kannst. Ich empfehle dir einen Zeitraum von maximal 3 Monaten bei einer Wohnung und maximal 6 Monate bei einem Haus.
  • Wo und wie entsorge ich die ausgemisteten Gegenstände?
    Besorge dir ausreichend Schachteln und auch Müllsäcke für die ausgemisteten Gegenstände und überlege dir schon mal grob, wo du sie danach hingeben möchtest. Ich empfehle dir auch eine (nicht allzu große) Dilemma Box einzurichten, in der du dir erlaubst Gegenstände noch etwas zu behalten wenn dir die Entscheidung richtig schwer fällt.
    Ansonsten hat sich auch das 3 Kisten System bewährt: Je eine Kiste für die Kategorie: Entsorgen, Behalten, Verschenken/Verkaufen
    Es lohnt sich auch zu überlegen, den Termin fürs Ausmisten so zu legen, dass er zeitnah zum nächsten Flohmarkt in deiner Umgebung stattfindet.

Und wenns dann los geht: sorge für gute Stimmung und leckeres Essen!

Eine Playlist mit deinen Lieblingssong und gutes Essen zur Stärkung, lassen schlechte Laune erst gar nicht aufkommen.

Finde deine Ausmistmethode und deinen Rhythmus

Ausmisten kann total beflügeln und motivieren, ja sogar zur Sucht werden, es kann aber gerade am Anfang wenn du es übertreibst auch dazu führen, dass du demotiviert aufgibst. Auch hier ist jeder anders, manche misten das ganze Haus an einem Wochenende aus und andere nutzen immer wieder mal ein Zeitfenster zwischendurch.
Finde heraus was dir entspricht! Ich empfehle dir allerdings, einen Zeitplan zu erstellen um innerhalb deines gesetzten Zeitrahmens zu bleiben. Wähle dabei die einzelnen Zeitfenster nicht zu kurz und so, dass du zumindest eine Kategorie abschließen kannst und auch noch Zeit bleibt, die Gegenstände wegzubringen.

Was kann weg?

Grundsätzlich mag ich es den Fokus beim Ausmisten weniger auf das zu legen was weg soll, sondern vielmehr darauf was ich behalten möchte und mir Freude bereitet. So legst du auch beim Ausmisten den Blick auf das Positive und worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, das wird ja bekanntlich mehr in unserem Leben.

Es gibt aber ein paar Kategorien von Dingen, die du in jeden Fall verabschieden darfst:

  • Kaputte Gegenstände, die auch nicht mehr repariert werden können
  • Gegenstände, die du nicht mehr verwendest
  • Kleidung, die dir nicht mehr passt
  • Gegenstände, die dir nicht gehören und die du für jemand anderen aufbewahrst

Sortiere nach Kategorien aus und nimm alles raus

Beim Ausmisten gibt es unterschiedliche Herangehensweisen, die Einen sortieren nach Räumen aus und wieder Andere nach Kategorien.
Ich empfehle ausschließlich nach Kategorien vorzugehen. Also zum Beispiel: Kleidung (hier auch nochmal unterteilt nach Alltagskleidung, Sportkleidung, Kopfbedeckung, Accessoires …) Haushaltsgeräte, Geschirr, Dekogegenstände, Büroartikel usw.

Nur wenn du nach Kategorien vorgehst, bekommst du einen guten Überblick wie viele ähnliche Gegenstände du eigentlich hast. Ich hatte zum Beispiel meine Hauben, Handschuhe, Schals und Tücher an zwei unterschiedlichen Stellen im Haus aufbewahrt und war mir somit gar nicht darüber bewusst wie viele auch farblich gleiche Teile ich eigentlich hatte.
In dem du alle Gegenstände einer Kategorie raus nimmst und vor dir auflegst, bekommst du einen viel besseren Überblick und es fällt dann leichter sich zu entscheiden.

Das bedeutet du startest ganz zu Beginn damit alle Gegenstände auszuräumen und eine grobe Grundordnung herzustellen, indem du sie nach Kategorien sortierst. Dies kannst du in Boxen machen oder die Gegenstände einfach vor dir auflegen.

Mit dieser Kategorie startest du

Maria Kondo empfiehlt in ihrem Buch „Magic Cleaning“ mit den Kleidungsstücken zu starten, dann mit Büchern und Dokumenten weiterzumachen und sich sentimentale Erinnerungsstücke erst ganz zum Schluss vorzunehmen.
Diese Reihenfolge empfiehlt sich, da man mit Kleidungsstücken in der Regel die schnellsten Erfolge erzielt und es hier auch am leichtesten fällt, eine Entscheidung zu treffen. Du kannst also deinen Aufräummuskel schon mal so richtig aufwärmen um am Ende für deine Erinnerungsstücke gewappnet zu sein.

Diese Fragen entscheiden darüber was du behältst

Mit diesen Fragen fällt es dir leichter eine Entscheidung darüber zu treffen, was zukünftig bei dir bleiben darf:

  • Nutze ich diesen Gegenstand regelmäßig?
  • Erleichtert dieser Gegenstand meinen Alltag?
  • Bereite mir dieser Gegenstand Freude wenn ich ihn trage, verwende oder ansehe?
  • Muss ich diesen Gegenstand aus einem bestimmten Grund aufbehalten? (zB Geburtsurkunde, Buchhaltungsunterlagen)

Wenn du keine dieser Fragen mit JA beantworten kannst, dann weg damit!

Jedes Ding hat seinen festen Platz

Ist das Aussortieren geschafft, dann geht es darum alles wieder an seinen Platz zu bringen. Nutze die Gelegenheit um deine Schränke und Laden zuvor wiedermal gründlich zu reinigen. Du kannst dazu ein paar Tropfen ätherisches Orangenöl in dein Putzwasser geben, es hat eine reinigende Wirkung und der Duft beruhigt und entspannt.
Am allerwichtigsten beim Einräumen ist es aber, dass jeder Gegenstand einen festen Platz bekommt und gleiche Gegenstände sich am selben Ort befinden. Das bedeutet, wenn du Gegenstände gleicher Art immer am selben Platz aufbewahrst, sparst du dir Zeit beim Aufräumen. Es gibt kein lästiges Suchen mehr und du hast immer den Überblick wieviel und welche Gegenstände du einer Kategorie hast.

Zwei Fehler, die du auf keinen Fall beim Ausmisten machen solltest.

Das Zeug anderer ungefragt ausmisten

Miste nie eigenständig und ungefragt Gegenstände deiner Mitbewohner oder Familienmitglieder aus. Menschen bauen eine emotionale Bindung zu ihren Dingen auf und können es dir ganz schön übel nehmen, wenn du über ihre Dinge entscheidest.
Willst du deine Mitbewohner zu einem ordentlicheren Leben motivieren, dann ist die einzige Möglichkeit selbst mit gutem Beispiel voran zu gehen.

Ausgemistete Gegenstände nicht gleich weg bringen.

Ein Fehler, der gerne gemacht wird, ist das ausgemistete Gegenstände nicht sofort weggebracht werden. Dieser Fehler ist mir erst vor kurzem selbst passiert und schwupps sind zwei Kleidungsstücke wieder zurück in meinen Schrank gewandert.
Wenn es dir wirklich schwer fällt dich zu entscheiden, dann nutze wie zuvor beschrieben eine Dilemma Box und ansonsten so schnell wie möglich weg mit den Gegenständen und Kleidungsstücken.

Erfolge feiern

Feiere dich für deinen Erfolg

Zu guter Letzt tritt einen Schritt zurück und feiere dich für das, was du geschafft hast. So oft legen wir den Fokus nur auf das, was wir nicht erreicht haben oder nicht abgeschlossen haben und vergessen dabei uns anzuerkennen und zu feiern für das was wir geschafft haben.
Gönn dir also eine Pause und belohne dich mit etwas, dass dir gut tut.

Lass dich unterstützen

Wie du siehst ist Ausmisten keine Kurzstrecke, sondern es gleicht eher einem Marthon, in dem du über eine längere Strecke dein Energie reininvestieren darfst, um am Ende mit mehr Freiheit, Klarheit und auch mehr Lebenszeit belohnt zu werden.
Wenn du aber lieber die Abkürzung nimmst oder deine Energie nur in einen Halbmarthon investieren möchtest, dann freu ich mich wenn ich dich unterstützen darf.

Dies kann vor Ort bei dir sein, wo ich dich beim Ausmisten anleite, dir zeige wie du dich leichter entscheiden kannst und wir anschließend gemeinsam ein für dich passendes Ordnungsystem entwickeln.
Meine Unterstützung bekommst du aber auch online, wo ich dich 1:1 per Zoom begleite, wir gemeinsame Ziele festlegen und ich dir in regelmäßigen Calls all deine Fragen beantworte.
In einem kostenlosen Kennenlerngespräch klären wir vorab welcher Rahmen am besten für unsere Zusammenarbeit passt. Nimm gerne HIER mit mir Kontakt auf.

Titelbild by Dan Gold on Unsplash

Einfach Leben

Einfach. Leichter. Leben. Mit Natürlichem Minimalismus

Als Kind hab ich alles gesammelt was mir so zwischen die Finger kam. Briefmarken, Servietten, Steine, die Briefe meiner Brieffreundinnen, und noch vieles mehr. Dinge zu besitzen gab mir Sicherheit und die Vorfreude auf die nächste Shoppingtour und der schnelle Glückskick danach, bedeuteten für mich viele Jahre das, was Freude ausmacht.

Ich glaub einige der weißen Haare meiner Mama haben ihren Ursprung sicher in der einen oder anderen Shoppingtour mit mir zu meinen Teenagerzeiten. Vor lauter Angst etwas zu verpassen oder nichts mehr zu bekommen war mein Budget im ersten Geschäft erschöpft und die restliche Zeit lag ich ihr damit in den Ohren, was ich nicht noch alles haben möchte und unbedingt brauche.

Erst viel viel später hab ich erkannt, dass Dinge mich nicht glücklicher, lebendiger, gesünder oder schöner machen werden, und dass sie schon gar nicht für mehr Sicherheit in meinem Leben sorgen.
Ganz im Gegenteil! Die vielen Dinge in meinem Leben haben mich immer unbeweglicher werden lassen, mich beschäftigt, meine Zeit und Aufmerksamkeit in Anspruch genommen und mich letztendlich nicht mehr klar denken lassen.

Ich hatte das Gefühl, die Dinge besitzen mich
und nicht ich sie.

Für mich kam die Wende als ich 2017 das Buch „Magic Cleaning“ von Marie Kondo gelesen habe.
Inspiriert von dem Buch, in dem es darum geht durch Aufräumen und Ausmisten sein Leben zu vereinfachen, hab ich über Wochen meine Sachen ausgemistet und für mich neu bewertet.
Damals hat sich nicht nur unser Zuhause verändert, sondern auch mein Leben hat begonnen sich nach und nach zu verändern, lebendiger zu werden und viel mehr mir zu entsprechen und weniger dem, was andere von mir erwarten.

Heute würde ich meinen Lebensstil als Natürlich Minimalistisch beschreiben.

Was Natürlicher Minimalismus bedeutet, darüber möchte ich dir heute in diesem Blogartikel erzählen.

Was bedeutet Natürlicher Minimalismus?

Viele haben beim Begriff Minimalismus Bilder von leeren und kahlen Räumen und von mühsamen Verzicht im Kopf.
Von einem kargen Leben reduziert auf wenige Dinge. Klingt nicht sehr verlockend oder?

Ich möchte mich nicht auf 100 Dinge reduzieren und in leeren Räumen leben!

  • Ich will mich mit schönen Dingen umgeben, die für mich wertvoll sind, weil sie mir einfach richtig gut gefallen oder mir das Leben leichter machen. Mit Dingen, die nicht nur mein Leben besser machen, sondern auch das der Menschen, die sie für mich erzeugt haben.
  • Ich will Dinge für mich nutzen, mich aber nicht von ihnen besitzen lassen.
  • Ich will mir mein Leben so gestalten wie es mir gefällt und Freude macht, mich mit dem umgeben was mir gut tut und alles andere loslassen.
  • Ich will in Einklang mit der Natur, meinen Räumen und meiner Energie leben und achtsam mit mir und meinem Körper umgehen.

All dies ist es, was Natürlicher Minimalismus für mich bedeutet. Unnötigen Ballast loslassen und so zu leben, wie ich es will, im Einklang mit mir, der Natur und meinem Umfeld.

Den Begriff Natürlicher Minimalismus findest du also nicht in einem Wörterbuch oder in Wikipedia, es ist der Lifestyle, den ich mir für die Welt wünsche, der nicht nur uns Menschen gut tut, sondern auch der Natur.

Ich denke, es ist allerhöchste Zeit für einen Wandel. Die Krisen der letzten Jahre haben uns deutlicher denn je gezeigt, dass wir etwas ändern müssen.
Viele Menschen haben sich von sich selbst und der Natur entfernt und leben ein Leben nach den Vorstellungen anderer und vielfach auch auf Kosten anderer und unserer Umwelt. Sie gehen einem Job nach, der sie nicht (mehr) erfüllt, um Geld zu verdienen für Dinge, die sie nicht brauchen.

Deshalb möchte ich meine Idee des Natürlichen Minimalismus in die Welt hinaustragen, die Menschen damit anstecken und sie auf dem Weg dahin begleiten.

Vier Schritte am Weg zum Natürlichen Minimalismus

Klarheit

Zu Beginn deiner Reise braucht es Klarheit.
Klarheit über dein Warum, aber auch Klarheit darüber wie du es haben möchtest, also deinem Ziel.

  • Warum möchtest du etwas verändern?
  • Wie und wo möchtest du leben?
  • Womit möchtest du dich umgeben?
  • Wie und mit wem willst du deine Zeit verbringen?
  • Was ist dir wichtig im Leben?

Dein Weg zu einem Natürlich Minimalistischen Lebensstil beginnt mit Antworten auf diese Fragen.

Um Antworten zu finden, braucht es Klarheit im Kopf und dafür oft mehr Klarheit und Ordnung rund um uns.
Alles was dich umgibt hat Einfluss auf dich. So kann dich eine Vielzahl von Dingen in deinen Räumen, aber auch Gerümpel in deinem Kopf, in deinem Fortkommen blockieren. Zu viele Ablenkungen und zu viele Dinge in deinem Leben, lenken dich auch von den wesentlichen Fragen ab und lassen keinen Raum und keine Zeit mehr, um dich selbst zu entdecken und zu leben.

Loslassen

Und wenn du Antworten gefunden hast, traust du dich schon für dich loszugehen, Dinge zu verändern, loszulassen oder Nein zu sagen zu dem was du nicht mehr willst?

Natürlich Minimalistisch zu leben, ist die Kunst all das loszulassen, was dir nicht gut tut.

Dies können Dinge sein, die dir nicht mehr länger dienen oder Freude bereiten, aber auch Menschen oder Situationen, die dir nicht gut tun. All dies gilt es zu identifizieren und Stück für Stück für dich zu verändern, sodass dein Leben wieder einfacher wird.
Du gewinnst dadurch mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leichtigkeit und letztendlich viel mehr Energie für das Leben, dass du wirklich haben möchtest.

Doch manchmal ist allein schon der Gedanke daran auszumisten, wieder Entscheidungen treffen zu müssen, überfordernd und lässt uns erst gar nicht anfangen. Und doch liegt so viel Befreiung darin sich Schritt für Schritt von unliebsamen Dingen zu verabschieden.
Wie Ausmisten viel leichter gelingen kann, darüber kannst du HIER nachlesen.

Freude

Wir haben oft in der Kindheit schon verlernt unserer Freude zu folgen. Vielfach wurde es uns abtrainiert uneingeschränkt unsere Freude zu leben. Viel wichtiger war es, sich anzupassen, nicht aufzufallen, in der Schule still zu sitzen und zu lernen so zu leben, wie die Gesellschaft es von uns erwartet. Das gehört sich so und wir wollen ja alle dazugehören und gemocht werden.

Ganz oft geht dann mit all den selbstauferlegten Verpflichtungen unsere Freude flöten. Bei ganz viel Muss und Sollte bleibt wenig Freiraum übrig für ich Will. Ein Leben das dir entspricht, entspringt deiner Energie und deiner Freude. Nur in deiner Energie und in deiner Freude kann dein Leben leicht werden, deshalb ist die Freude ein weiterer Baustein des Natürlichen Minimalismus.

Verbindung

Ob wir wollen oder nicht, wir sind mit allem verbunden und stehen somit in ständiger Wechselwirkung mit unserem Umfeld. Wir spüren wie es dem anderen geht oft schon bevor er etwas sagt. Ob jemand vor Freude gerade die Welt umarmen könnt oder innerlich vor Wut kocht, nehmen wir auch ohne Worte wahr.
Diese Verbindung haben wir ebenso mit der Natur und unseren Wohnräumen. Auch hier gibt es Plätze, die wir gerne aufsuchen und Orte an denen wir uns lieber gar nicht aufhalten wollen.

Feng Shui stellt diese Verbindung zwischen dir und deinen Wohnräumen wieder her. Denn oft ergeben sich durch die Bauweise oder Einrichtung eines Raums für uns Menschen ungünstige Situationen, die mit einfachen Mitteln wieder behoben werden können.

Sich dieser Verbindungen bewusst zu sein und achtsam mit sich selbst, unseren Räumen, anderen Menschen und der Natur umzugehen, auch das ist für mich Natürlicher Minimalismus.

Und wann bin ich angekommen?

NIE.
Natürlicher Minimalismus wird sich für dich immer wieder verändern, denn auch du veränderst dich und dann fängst du einfach wieder ganz vorne bei der Frage „Wie möchte ich es haben?“ an.
Was sich schnell verändern wird, ist das mit jedem unnützen Ding, dass du loslässt und dem Ballast, den du ablegst, dein Leben für dich einfacher und leichter wird und somit auch für dein ganzes Umfeld. Klingt doch fantastisch, oder?

Wenn du diese Reise nicht alleine antreten willst und du Unterstützung haben möchtest, dann kontaktiere mich gerne für ein kostenloses Erstgespräch.
Nimm dieses Gespräch auch in Anspruch, wenn du dich nur mal über die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit informieren möchtest. Du gehst damit keinerlei Verpflichtung ein ;). Ich freu mich auf dich!

Natuerlicher Minimalismus die Kunst des Loslassens

Natürlicher Minimalismus – was er für mich bedeutet und warum er so viel mit dem Herbst gemeinsam hat.

Der Herbst ist die Jahreszeit des Loslassens

Die Natur zieht sich zurück, die Tage werden merklich kürzer und die Bäume verfärben sich und verlieren ihre Blätter. Für mich ist der Herbst die perfekte Jahreszeit um es mir zuhause gemütlich zu machen, die Teekanne und die Kerzen wieder auszupacken und mich zu fragen was jetzt gehen darf.

Dies verbinde ich auch mit dem Begriff Natürlicher Minimalismus. Er bedeutet für mich die Kunst all das Loszulassen, was mir nicht gut tut und ganz bewusst zu wählen, wie ich es haben und womit ich mich umgeben möchte. Dies kann heißen, dass ich mich von Gegenständen trenne, die ich nicht mehr benutze aber auch, dass ich mir immer wieder mal überlege, was meine Energie in Anspruch nimmt und wie ich das verändern möchte.

Gerade jetzt im Herbst in Verbindung mit der Natur ist die perfekte Zeit sich seinen Energieräubern zu stellen, um sie dann befreit zu verabschieden.

Hast du Lust mich dabei zu begleiten? Dann schnapp dir einen Notizblock und los geht’s:

Energieräuber können Dinge, Situationen aber auch Menschen sein die uns nerven, die uns im Magen liegen weil sie noch immer nicht erledigt sind oder solche, über die wir uns insgeheim ärgern. Sie kosten uns Energie (auch wenn wir sie manchmal nur unbewusst wahrnehmen) und hindern uns daran, voran zu kommen.

#1 Identifizieren

Im ersten Schritt führe zuerst alle Energieräuber an, die dich ärgern, nerven oder immer wieder ein schweres Gefühl im Magen erzeugen.

Diese Fragen stell ich mir um meine Energieräuber zu identifizieren:

  • Gibt es Gegenstände, die mich nerven weil sie repariert werden müssen, die mir nicht mehr gefallen oder die keinen (geeigneten) Platz in meinem Zuhause haben? (die überfüllte Garderobe, der tropfende Wasserhahn oder die klemmende Tür, …)
  • Welche unerledigten Dinge schiebe ich vor mir her? (Welche Email sollte ich noch beantworten? Was gehört im Garten noch eingewintert? Was wollte ich schon lange mal ausmisten und wegbringen? …)
  • Gibt es Situationen oder Menschen die mir aktuell Energie kosten? (Der Kurs zu dem ich mich verpflichtet habe, der mir aber keine Freude macht; die Einladung zu der ich mich nicht getraut habe nein zu sagen; der Nachbar, der mich immer wieder nervt …)

#2 Kategorisieren

Im zweiten Schritt kategorisiere sie und färbe diejenigen, die dich am meisten nerven, die dir an die Substanz gehen, ROT ein und gib denjenigen die Farbe ORANGE, die zwar nerven aber doch schnell wieder vergessen sind. Alle anderen teile der Kategorie GRÜN zu.

#3 Erledigen

Gratuliere, du hast soeben deine WillDo Liste für deinen Herbst erstellt! Um die Kategorie ROT kümmerst du dich nun zuerst, sie bringen den größten Benefit. Arbeite die Liste Schritt für Schritt durch. Du wirst sehen wie befreiend es alleine schon ist, alles Unerledigte zu Papier und raus aus dem Kopf zu bringen.

Viel Spaß beim Identifizieren und Abarbeiten deiner Energieräuber. Lass mich gerne in den Kommentaren wissen, wie es dir dabei ergangen ist.